Contragic Fine Arts | Ann Schomburg

24.9.16

Groupshow: The Butterflychronicals



With the Artists:

Minor Alexander, Sascha Boldt, Olivia Berckemeyer, Nathalie Grenzhaeuser, Michael Kunze, Kati Liebert, Ann Schomburg, Semra Sevin, Catrine Val

Poster (c) Hardi Brackmann

German:

Der Wunsch nach Individualität ist in einer von Medien dominierten Welt ein grundlegendes Ansinnen. Werte wie Akzeptanz und Toleranz gegenüber der Authentizität des Einzelnen werden einer Abbildungsrealität gegenübergestellt.
Was ist Individualität noch wert, wenn Abbilder Abbilder imitieren? Gibt es so etwas wie authentische Individualität und wo lässt sie sich finden?
In dieser Fragestellung wird ein Blick in die künstlerische Fotografie spannend: Zu sehen wie zeitgenössische KünstlerInnen Identitätssuche darstellen,  ironisieren, mit ihr spielen und den Betrachter in befremdliche Situationen führen.  
Die Galerie Z22 zeigt zehn künstlerische Positionen, die sich mit Selbst- und Fremddarstellung,  Außenwahrnehmung und den Möglichkeiten von privaten und naturgegebenen Schutzräumen beschäftigen. Die KünstlerInnen liefern unterschiedliche Sichtweisen auf medial entworfene Rollenbilder und setzen sich mit dem Thema des Privatraums, wie der des "Zuhauses" oder der Natur als Bühne oder Schutzraum auseinander.
Die ausgestellten Fotografien sind in einer poetischen Komposition arrangiert, die die BesucherInnen auf einen Spaziergang einlädt, die Enthüllung der "Butterfly Chronicles - From the Inside to the Outside" zu betrachten.





Connected to the Month of Photography Schomburg was invited with her work 'Northeim sculptures' a portrait of her hometown based on the storage hidden behind the citizen's gravestones.



































20.9.16

Groupshow: The grand Superushi, curated by Jonny Star






You are cordially invited to this year's first and only Superuschi Show, entitled “The Grand Superuschi Show”. An international one-night group show which will take place on Friday, September 30, 2016, 6 – 10 pm in Berlin-Kreuzberg at Private Home Berlin (RSVP only). Kitchen, Bathroom, Bedroom and Studio will be included to present paintings, objects, collages, photographs, mixed media work and performances. At “The Grand Superuschi Show”, the participating artists will show exclusively super fresh and extraordinary artworks with a new or experimental approach. Participating artist are:

Sascha Boldt
Honey Jernquist 
Manfred Peckl
Ann Schomburg
Tanja Selzer
Jonny Star
Berit Uhlhorn

Curated by Jonny Star

15.8.16

Talk: Ann Schomburg & Sascha Boldt, Kosmo Kulturkiosk Berlin

+++++Herzliche Einladungen++++++

Artist Talk 

Double couple Ann Schomburg & Sascha Boldt (Artist collective) im Gespräch mit Stephanie Jünemann & Ralf Schmitt (BerlinArtInstitute)



Ann Schomburg und Sascha Boldt arbeiten gemeinsam und getrennt an Installationen und Hybrider Malerei, als VertrerInnen der Prankart bewegen sie sich in ihren visualisierten Beobachtungen an der Grenze zwischen Ironie und Ernst.



Ann Schomburg 1984 Northeim,
Studium Kunsthochschule Kassel Fachklassen Bjorn Melhus (Virtual Reality),
Joel Baumann (Neue Medien), Urs Lüthi (Sein und Fiktion)
2013 Meisterschülerin Urs Lüthi, Kunstpreis der Stadt Kassel 2013
Dozentin Berlin Art Institute
Atelier Berlin/Frankfurt am Main
laufende Soloshow „Heartbreakhotel, Life immitates Art“ Galerie Coucou Kassel/ Hybrid Realities from art to life and back, Kunstverein Familie Montez, Frankfurt am Main

Ann Schomburg blickt in Ihren Großformatserien „Storytime“ und „Shit Chat, get ready with me“ auf Videos, in denen Heranwachsende in einer scheinbaren Gegenbewegung zu den Anonymous AktivistInnen intimste Details ihres Privatlebens preisgeben. Preview Bilder zu viedeos die es nicht gibt mit teils gestohlenen headline teasern.

Visualisierte Youtubevideos, deren Skizzen aus gängigen DIY (Do it yourself) Beautyprogrammenauf dem Smartphone stammen, die für die orginal Youtubevideo Vorschaubilder verwendet werden und die die Künstlerin mit verschiedenen malerischen Techniken überarbeitet hat. Schomburg greift Slogans von Deutschen und amerikanischen Youtubern auf, die um die Clicks der Betrachter boulen.

Besonders die beständigen Wechselspiele von selbstauferlegten Rollenbildern stehen hier im Fokus, wie funktioniert Selbstdarstellung wenn in den Sozialen Medien das privateste offen gelegt wird und der Sinn und Unsinn von dieser privaten Selbstvermarktung wird in seiner Überladungs ins Absurde geführt.


Sascha Boldt 198+X geboren in Bremen

Studium Kunstakademie Düsseldorf, Abschluss bei Albert Oehlen
2016 Kunstpreis der Sparkassenstiftung Lüneburg
Dozent Berlin Art Institute

Atelier Berlin/Frankfurt am Main
laufende Soloshow Hybrid Realities from art to life and back, Kunstverein Familie Montez, Frankfurt am Main

Sascha Boldt arbeitet seriell in Werkblöcken der unterschiedlichsten Medien. Aktuell stehen hierbei überladene Arbeiten in seinem Focus die auf verschiedenen Konstruktionsebenene zeitgenössische Momentaufnahmen in unterschiedlichen Skalierungen und Bedeutungsebenen bilden. Bei genauerer Betrachtung werden mit jedem Schritt der Annäherung an diese Bilder mehr und mehr Details preisgegeben welche die vermeintlich heitere Popart brechen und Themen wie Kontrollzwang, wirtschaftliche Abhängigkeiten, Depression und Burnout oder domestizierte Haustiere als Abbild einer sich immer weiter atomisierenden Gesellschaft offenbaren. Diese „Hybrid Constructions“ werden zu den contemporären Spiegeln eines Zeitalters in dem das Individuum die Summe seiner Identifikationsmöglichkeiten durch das Wechselspiel zwischen analogem Lebensraum und Interface bildet.




Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev


Die Ausstellung »Heartbreak Hotel« montiert mehrere Arbeiten zu einer Raumskulptur zusammen. Im Zentrum des in den Kitsch reichenden Arrangements steht ein kreisrundes Bett, welches leicht nachlässig mit allerlei Alltagsgegenständen privater, gar intimer Natur versehen ist. Auch in den Nahaufnahmen der Fotoserie »Contragic diva« sind bühnenhaft inszenierte Utensilien eines Starlets zu sehen. Berührt vom allgegenwärtigen Odeur einer möglichen Entblößung der Künstlerin setzt »Heartbreak Hotel« genau bei den Erwartungen und Projektionen der BesucherInnen an und setzt dabei Bezüge zur realen Ökonomie des Intimen: Die großformatigen Arbeiten der Reihe „Storytime“ (2016) gehen auf YouTube-Videos zurück, in denen Heranwachsende in einer scheinbaren Gegenbewegung zu den Anonymous-AktivistInnen intimste Details ihres Privatlebens preisgeben. Die Künstlerin hat diese Aufnahmen mit verschiedenen malerischen Techniken überarbeitet.



Photos by (c) Milen Krastev


Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev


Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev

Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev

Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev
Installation Gods and Monsters

Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev

Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev

Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev
Idling drawing studies

Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev

Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev
Eigenheim

Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev
Installation Gods and Monsters Detail

Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev
Installation Gods and Monsters Detail 
Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev
Installation Gods and Monsters Detail

Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev
Installation Gods and Monsters 

Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev
Installation Gods and Monsters Detail



Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev

Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev
Optionale Bilder

Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev


Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev
optionale Bilder

Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev

Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev
optionale Bilder

Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev
Contragic Diva, Installation

Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev
Contragic Diva, Installation, Detail idling drawing studies

Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev
Contragic Diva, Installation

Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev
Contragic Diva, Installation- Detail bildbetrachtung

Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev
Contragic Diva, Installation

Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev
Contragic Diva, Installation

Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev
Contragic Diva, Installation

Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev
Contragic Diva, Installation

Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev

Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev
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Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev
Reading Hater comments, clickbitch
(From Web to Real to Web)



Ann Schomburg Heartbreakhotel, Life immitates Art, Gallerie Coucou Kassel. Photowalk by Milen Krastev

12.8.16

Artist Talk Ann Schomburg & Sascha Boldt im Gespräch mit Stephanie Jünemann & Ralf Schmitt

Artist Talk 16.08.2016 22:22   Karl Marx Platz 18

http://www.kapital.menu/

karl-marx-platz 18

Double couple Ann Schomburg & Sascha Boldt (Artist collective) im Gespräch mit Sphefanie Jünemann & Ralf Schmitt (BerlinArtInstitute)








Ann Schomburg & Sascha Boldt, Artisttalk @ Kosmo Kulturkiosk KarMarxPlatz 18, Berlin Neuköln
Ann Schomburg & Sascha Boldt, Artisttalk @ Kosmo Kulturkiosk KarMarxPlatz 18, Berlin Neuköln


Ann Schomburg und Sascha Boldt arbeiten gemeinsam und getrennt an Installationen und Hybrider Malerei, als VertrerInnen der Prankart bewegen sie sich in ihren visualisierten Beobachtungen an der Grenze zwischen Ironie und Ernst.



Ann Schomburg 1984 Northeim,
Studium Kunsthochschule Kassel Fachklassen Bjorn Melhus (Virtual Reality), 
Joel Baumann (Neue Medien), Urs Lüthi (Sein und Fiktion) 
2013 Meisterschülerin Urs Lüthi, Kunstpreis der Stadt Kassel 2013
Dozentin Berlin Art Institute
Atelier Berlin/Frankfurt am Main
laufende Soloshow „Heartbreakhotel, Life immitates Art“ Galerie Coucou Kassel/ Hybrid Realities from art to life and back, Kunstverein Familie Montez, Frankfurt am Main

Ann Schomburg blickt in Ihren Großformatserien „Storytime“ und „Shit Chat, get ready with me“ auf Videos, in denen Heranwachsende in einer scheinbaren Gegenbewegung zu den Anonymous AktivistInnen intimste Details ihres Privatlebens preisgeben. Preview Bilder zu viedeos die es nicht gibt mit teils gestohlenen headline teasern.

Visualisierte Youtubevideos, deren Skizzen aus gängigen DIY (Do it yourself) Beautyprogrammenauf dem Smartphone stammen, die für die orginal Youtubevideo Vorschaubilder verwendet werden und die die Künstlerin mit verschiedenen malerischen Techniken überarbeitet hat. Schomburg greift Slogans von Deutschen und amerikanischen Youtubern auf, die um die Clicks der Betrachter boulen.

Besonders die beständigen Wechselspiele von selbstauferlegten Rollenbildern stehen hier im Fokus, wie funktioniert Selbstdarstellung wenn in den Sozialen Medien das privateste offen gelegt wird und der Sinn und Unsinn von dieser privaten Selbstvermarktung wird in seiner Überladungs ins Absurde geführt.


Sascha Boldt 197x geboren in Bremen

Studium Kunstakademie Düsseldorf, Abschluss bei Albert Oehlen
2016 Kunstpreis der Sparkassenstiftung Lüneburg
Dozent Berlin Art Institute

Atelier Berlin/Frankfurt am Main
laufende Soloshow Hybrid Realities from art to life and back, Kunstverein Familie Montez, Frankfurt am Main

Sascha Boldt arbeitet seriell in Werkblöcken der unterschiedlichsten Medien. Aktuell stehen hierbei überladene Arbeiten in seinem Focus die auf verschiedenen Konstruktionsebenene zeitgenössische Momentaufnahmen in unterschiedlichen Skalierungen und Bedeutungsebenen bilden. Bei genauerer Betrachtung werden mit jedem Schritt der Annäherung an diese Bilder mehr und mehr Details preisgegeben welche die vermeintlich heitere Popart brechen und Themen wie Kontrollzwang, wirtschaftliche Abhängigkeiten, Depression und Burnout oder domestizierte Haustiere als Abbild einer sich immer weiter atomisierenden Gesellschaft offenbaren. Diese „Hybrid Constructions“ werden zu den contemporären Spiegeln eines Zeitalters in dem das Individuum die Summe seiner Identifikationsmöglichkeiten durch das Wechselspiel zwischen analogem Lebensraum und Interface bildet.

1.8.16

Hybrid Realities- From Art to Life and Back

Art Affairs (2016)

Zusammenarbeit mit Sascha Boldt

Materialangabe: Installation, varierende Größe

Material: Installation, varying size

 

Die Rauminstallation »Art Affairs« setzt sich mit dem Wesen der Kunst im Kontext aktueller Lebensweisen auseinander. Gemeinsam mit Sascha Boldt hat Ann Schomburg aus Alltagsgegenständen und vormals eigenständigen Arbeiten eine Art Wohnsituation zusammengefügt, die so chiffrenhaft die Lebenswelt des Jahres 2016 ausstellt. Unter dem Leitmotiv „Life imitates Art“ gehen sie der Fragestellung nach, ob das Leben die Kunst nachbildet oder die Kunst als Grundvoraussetzung jeglicher Reflektion von Realität gelten kann. In diesem Kippbild befinden sich auch die ausgestellten Objekte, deren individueller Wert in der Gemeinschaft der versammelten Gegenstände auf dem Spiel steht. Hinzu kommen malerische Arbeiten, welche auf Internetbilder, Handy Apps oder Youtube-Zitate verweisen und dabei die vielfältigen Verlockungen eines durch  Multitasking geprägten Alltages thematisieren. Schließlich problematisiert »Art Affairs« die schwindende Möglichkeit gemeinsamer Ideale und Ziele angesichts von Informationsüberfluss und allgegenwärtigem Produktivitätsdruck.

The room installationspacial sculpture  "Art Affairs" deals with the essence of art in the context of current lifestyles. Together with Sascha Boldt, Ann Schomburg has put together a certain kind of living situation from formed of everyday objects and previously independent works, which in such a cipher-like way  exemplarily exhibits the living world of 2016. Under the leitmotif "Life imitates Art", they explore the question of whether life reproduces art or whether art can be regarded as a basic prerequisite for any reflection of reality. The exhibited objects, whoseThe individual value of the exhibited objects located in the tilted image is at stake in the community of collected objects, are also located in this tilting picture. In addition, there are painterly pictorial works that refer to iInternet images, mobile phone apps, or YouTtube quotations and address the manifold temptations of an everyday life characterized by multitasking. Finally, "Art Affairs" addresses the dwindling possibility of shared ideals and goals in the face of information overload and an ubiquitous productivity pressurespressure to be productive.Die Frage nach der Gleichberechtigung der Dinge und involvierten Individuen ist ebenso essentiell, wie die  Frage Kants nach dem „Ding an sich“ oder das zitieren von Marcel Duchamps Idee der „Object trouvé“ hin zu malerisch konstruierten Bildräumen, deren Ursprünge auf  Internetbilder, Handy Apps oder Youtube Zitate verweisen und dabei die vielfältigen Verlockungen eines durch Multitasking geprägten Alltages spiegeln.




Ann Schomburg & Sascha Boldt, Artaffairs 2.13,Rauminstallation, 2016
Ann Schomburg & Sascha Boldt, Artaffairs 2.13,Rauminstallation, 2016




Wie lassen sich gemeinsame Ideale und Zielsetzungen im Überfluss der Eindrücke und Notwendigkeiten herauskristallisieren und welche Möglichkeitsräume haben wir als Individuen in einem Lebensumfeld in denen sich Realität scheinbar mehr denn je aus den vielfältigsten Einzelkomponenten zusammensetzt?


Am 30.07.2016 um 19.00 Uhr eröffnete der Kunstverein Familie Montez mit der Ausstellung
Hybrid Realities - from Art to Life and back“ die erste Duoshow von Sascha Boldt und
Ann Schomburg in Frankfurt am Main. Dabei verwandeln die in Berlin und Frankfurt lebenden und arbeitenden Künstler die Austellungshalle in eine Rauminstallation, die sich mit dem hybriden Konstrukt zeitgenössischer Lebenswelten auseinandersetzt. Es werden gemeinsame und individuelle Arbeiten gezeigt, die sich thematisch mit der mehrdeutigen chiffrenhaften Resonanz auseinandersetzt die unsere Gegenwart verstärkt hervorbringt.


1 Sascha Boldt, „Burnoutplant 2“, Hybride Malerei, 2016, 125x94 cm
2 Sascha Boldt „Burnoutcouple“, Hybride Malerei, 2016, 133x96 cm
3 Sascha Boldt „Burnoutplant 1“, Hybride Malerei, 125x94 cm, 2016
4 Ann Schomburg Shit Chat Get ready with me # My special present, Mischtechnik auf Leinwand, 170x95, 2016


Do what I say, don‘t do what I do, oder es ist kein Kraut gegen Bournout gewachsen, oder? Sascha Boldt setzt in Seiner Reihe Bournoutplants straußartige Pflanzenarrangements in Szene, die mit pathetischen Slogans, dem Betrachter, Ratschläge geben, wie er sich die Trendkrankheit Bournout vom Leib hält.

Ann Schomburg & Sascha Boldt Hybrid Realities
Ann Schomburg & Sascha Boldt Hybrid Realities From Art to Life and Back, Installation view: walk through hybrid paintings



Ann Schomburg, „Pokemon go 1.01“, 200x115 cm, Pigmentdruck, 2016
Ann Schomburg, „Pokemon go 1.01“,
200x115 cm, Pigmentdruck, 2016







Eine doppelt virtuelle Inszenierung von einer ergänzten Realität zeigt Schomburg mit „Pokemon go 01.1.“ Ein erster Blick in das Trendspiel, das massentauglich virtuelle und physische Realität vermischt; Die Künstlerin präsentiert einen Plot von einem Handyscreenshot, der ihren ersten Pokemonball zeigt der virtuell auf ihren Computerscreen projiziert ist.

Ann Schomburg blickt in Ihren Großformatserien „Storytime“ und „Shit Chat, get ready with me“ und  auf  Videos, in denen Heranwachsende in einer scheinbaren Gegenbewegung zu den Anonymous AktivistInnen intimste Details ihres Privatlebens preisgeben. Visualisierte Youtubevideos,  deren Skizzen aus gängigen DIY (Do it yourself) Beautyprogrammenauf dem Smartphone stammen, die für die orginal Youtubevideo Vorschaubilder verwendet werden und die die Künstlerin mit verschiedenen malerischen Techniken überarbeitet hat.  Schomburg greift Slogans von Deutschen und amerikanischen Youtubern auf, die um die Clicks der Betrachter buhlen.

Besonders die beständigen Wechselspiele von selbstauferlegten Rollenbildern stehen hier im Fokus, wie funktioniert Selbstdarstellung wenn in den sozialen Medien das Privateste offengelegt wird, der Sinn und Unsinn von dieser privaten Selbstvermarktung wird in seiner Überladungs ins Absurde geführt.

Ann Schomburg, Shit chat, Get ready with me- Be careful who you swap with 170x95cm, Mischtechnik auf Leinwand, 2016
Ann Schomburg, Shit chat, Get ready with me- Be careful who you swap with
170x95cm, Mischtechnik auf Leinwand, 2016
19 Sascha Boldt, „Reality Check 3“ Hybride Malerei, 2014, 83x116cm 20 Sascha Boldt, „Reality Check 4“ Hybride Malerei, 2015, 139x194 cm 21 Sascha Boldt „Ce Real s“, Hybride Malerei, 2015, 47x37 cm
 Sascha Boldt, „Reality Check 3“ Hybride Malerei, 2014, 83x116cm ||Sascha Boldt, „Reality Check 4“ Hybride Malerei, 2015, 139x194 cm
 Ann Schomburg Storytime, WTF He did what?!, Mischtechnik auf Textil, 130x175cm, 2016 ||Ann Schomburg Storytime, I Was the sidechck,  Mischtechnik auf Textil,130x175cm,  2016 || Ann Schomburg Storytime, OMG, I catfished my EX,  Mischtechnik auf Textil, 130x175cm, 2016 || Ann Schomburg Storytime, I Promised what?!,  Mischtechnik auf Textil, 130x175cm, 2016

14.7.16

Heartbreakhotel, life immitates Art. Ann Schomburg Solo @ gallerie Coucou

Ann Schomburg solo show Gallerie Coucou


Heartbreakhotel - Life imitates Art

In den medial breit gefächerten Arbeiten der Künstlerin Ann Schomburg verschmelzen Kunst und Leben miteinander zu einer schillernden Erzählung, die zwischen lasziver Oberflächlichkeit und scheinbar intimen Momenten changiert. Dabei hat der in High Heels und mit rotem Lippenstift gestaltete Gestus des Zeigens etwas Entblößendes, das provozierend und selbstreflexiv um die der Rolle der Künstlerin und der Frau kreist.

In den Räumen der Galerie Coucou präsentiert Ann Schomburg ein kreisrundes Bett ausstaffiert mit „Gods & Monsters“, welches gleichsam Altar und Ort für kitschige Bedtimestories ist. In den Auszügen der Fotoserie „Contragic diva“ schaut man auf Nahaufnahmen diverser bühnenhaft inszenierter Utensilien eines Starlets. Die großformatigen Arbeiten der Reihe „Storytime“ (2016) zeigen visualisierte Youtubezitate#Storytime Videos, in denen Heranwachsende in einer scheinbaren Gegenbewegung zu den Anonymous AktivistInnen intimste Details ihres Privatlebens preisgeben. Die Künstlerin hat diese Aufnahmen mit verschiedenen malerischen Techniken überarbeitet. In der Anmutung von Comicstrip und Popkultur lärmt es aus den Bildern heraus: He did What?, I promised What? I was the sidechick, I catfished my ex. Geöffnete Reallife-Handtaschen, geben in der Arbeit „Bags“ Blicke auf ihr privates Innenleben frei. Spiegelnde Bilder, exzessives Nageldesign, die nächtliche Videoprojektion „Dancing with the skunk“ bilden weitere Bruchstücke des Universums der Künstlerin.

Die Objekte und Installationen der Ausstellung sind für den Betrachter ebenso Ausgangspunkt der Auseinandersetzung wie sie auch für die Künstlerin selbst am Beginn ihrer Arbeit stehen: „Assoziatives Interpretieren von Formen und Finden von Geschichten interessieren mich mehr als das Zielgerichtete. Äußere Reize können Erinnerungen an Verdrängtes auslösen, Verbindungen aufbauen“, sagt Ann Schomburg über ihrer Vorgehensweise.

Ann Schomburg wurde 1984 in Northeim geboren. Sie hat an der Kunsthochschule in Kassel in der Klasse von Bjørn Melhus, Urs Lüthi und Joel Baumann studiert. Während ihres Studiums wurde sie mit dem UPK Kunstpreis und dem Kunstpreis der Zippelstiftung der Stadt Kassel ausgezeichnet. Seit ihrem Abschluss als Meisterschülerin von Urs Lüthi im Jahr 2013 ist sie in nationalen und internationalen Ausstellungen vertreten und wurde zu Residencies wie Canale Grande, der Urbanen Künste Ruhr oder dem Künstlerdorf Schöppingen eingeladen. Im Jahr 2015 wurde sie mit dem Wiener Magreten Preis als Nachwuchskünstlerin gefördert und seit 2016 wurde sie in das Frauennetzwerk Saloon aufgenommen, welches ein Zusammenschluss von Kuratorinnen, Galeristinnen, Journalistinnen und Künstlerinnen in Berlin ist. Ann Schomburg lebt und arbeitet derzeit in Berlin und Frankfurt am Main.






Presse:

Ann Schomburg HNA Coucou Heartbreakhotel




http://pressreader.com/@'Ann_Schomburg'/Z_DBYBqYWALUs07NGh6mUuxDtJBZh8OB9GwUgUv0EXE1

http://www.kassel-live.de/2016/07/15/wie-das-leben-die-kunst-imitiert/

http://www.kassel-live.de/2016/07/15/wieder-mal-sehenswert/