Contragic Fine Arts | Ann Schomburg

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1.8.16

Hybrid Realities- From Art to Life and Back

Art Affairs (2016)

Zusammenarbeit mit Sascha Boldt

Materialangabe: Installation, varierende Größe

Material: Installation, varying size

 

Die Rauminstallation »Art Affairs« setzt sich mit dem Wesen der Kunst im Kontext aktueller Lebensweisen auseinander. Gemeinsam mit Sascha Boldt hat Ann Schomburg aus Alltagsgegenständen und vormals eigenständigen Arbeiten eine Art Wohnsituation zusammengefügt, die so chiffrenhaft die Lebenswelt des Jahres 2016 ausstellt. Unter dem Leitmotiv „Life imitates Art“ gehen sie der Fragestellung nach, ob das Leben die Kunst nachbildet oder die Kunst als Grundvoraussetzung jeglicher Reflektion von Realität gelten kann. In diesem Kippbild befinden sich auch die ausgestellten Objekte, deren individueller Wert in der Gemeinschaft der versammelten Gegenstände auf dem Spiel steht. Hinzu kommen malerische Arbeiten, welche auf Internetbilder, Handy Apps oder Youtube-Zitate verweisen und dabei die vielfältigen Verlockungen eines durch  Multitasking geprägten Alltages thematisieren. Schließlich problematisiert »Art Affairs« die schwindende Möglichkeit gemeinsamer Ideale und Ziele angesichts von Informationsüberfluss und allgegenwärtigem Produktivitätsdruck.

The room installationspacial sculpture  "Art Affairs" deals with the essence of art in the context of current lifestyles. Together with Sascha Boldt, Ann Schomburg has put together a certain kind of living situation from formed of everyday objects and previously independent works, which in such a cipher-like way  exemplarily exhibits the living world of 2016. Under the leitmotif "Life imitates Art", they explore the question of whether life reproduces art or whether art can be regarded as a basic prerequisite for any reflection of reality. The exhibited objects, whoseThe individual value of the exhibited objects located in the tilted image is at stake in the community of collected objects, are also located in this tilting picture. In addition, there are painterly pictorial works that refer to iInternet images, mobile phone apps, or YouTtube quotations and address the manifold temptations of an everyday life characterized by multitasking. Finally, "Art Affairs" addresses the dwindling possibility of shared ideals and goals in the face of information overload and an ubiquitous productivity pressurespressure to be productive.Die Frage nach der Gleichberechtigung der Dinge und involvierten Individuen ist ebenso essentiell, wie die  Frage Kants nach dem „Ding an sich“ oder das zitieren von Marcel Duchamps Idee der „Object trouvé“ hin zu malerisch konstruierten Bildräumen, deren Ursprünge auf  Internetbilder, Handy Apps oder Youtube Zitate verweisen und dabei die vielfältigen Verlockungen eines durch Multitasking geprägten Alltages spiegeln.




Ann Schomburg & Sascha Boldt, Artaffairs 2.13,Rauminstallation, 2016
Ann Schomburg & Sascha Boldt, Artaffairs 2.13,Rauminstallation, 2016




Wie lassen sich gemeinsame Ideale und Zielsetzungen im Überfluss der Eindrücke und Notwendigkeiten herauskristallisieren und welche Möglichkeitsräume haben wir als Individuen in einem Lebensumfeld in denen sich Realität scheinbar mehr denn je aus den vielfältigsten Einzelkomponenten zusammensetzt?


Am 30.07.2016 um 19.00 Uhr eröffnete der Kunstverein Familie Montez mit der Ausstellung
Hybrid Realities - from Art to Life and back“ die erste Duoshow von Sascha Boldt und
Ann Schomburg in Frankfurt am Main. Dabei verwandeln die in Berlin und Frankfurt lebenden und arbeitenden Künstler die Austellungshalle in eine Rauminstallation, die sich mit dem hybriden Konstrukt zeitgenössischer Lebenswelten auseinandersetzt. Es werden gemeinsame und individuelle Arbeiten gezeigt, die sich thematisch mit der mehrdeutigen chiffrenhaften Resonanz auseinandersetzt die unsere Gegenwart verstärkt hervorbringt.


1 Sascha Boldt, „Burnoutplant 2“, Hybride Malerei, 2016, 125x94 cm
2 Sascha Boldt „Burnoutcouple“, Hybride Malerei, 2016, 133x96 cm
3 Sascha Boldt „Burnoutplant 1“, Hybride Malerei, 125x94 cm, 2016
4 Ann Schomburg Shit Chat Get ready with me # My special present, Mischtechnik auf Leinwand, 170x95, 2016


Do what I say, don‘t do what I do, oder es ist kein Kraut gegen Bournout gewachsen, oder? Sascha Boldt setzt in Seiner Reihe Bournoutplants straußartige Pflanzenarrangements in Szene, die mit pathetischen Slogans, dem Betrachter, Ratschläge geben, wie er sich die Trendkrankheit Bournout vom Leib hält.

Ann Schomburg & Sascha Boldt Hybrid Realities
Ann Schomburg & Sascha Boldt Hybrid Realities From Art to Life and Back, Installation view: walk through hybrid paintings



Ann Schomburg, „Pokemon go 1.01“, 200x115 cm, Pigmentdruck, 2016
Ann Schomburg, „Pokemon go 1.01“,
200x115 cm, Pigmentdruck, 2016







Eine doppelt virtuelle Inszenierung von einer ergänzten Realität zeigt Schomburg mit „Pokemon go 01.1.“ Ein erster Blick in das Trendspiel, das massentauglich virtuelle und physische Realität vermischt; Die Künstlerin präsentiert einen Plot von einem Handyscreenshot, der ihren ersten Pokemonball zeigt der virtuell auf ihren Computerscreen projiziert ist.

Ann Schomburg blickt in Ihren Großformatserien „Storytime“ und „Shit Chat, get ready with me“ und  auf  Videos, in denen Heranwachsende in einer scheinbaren Gegenbewegung zu den Anonymous AktivistInnen intimste Details ihres Privatlebens preisgeben. Visualisierte Youtubevideos,  deren Skizzen aus gängigen DIY (Do it yourself) Beautyprogrammenauf dem Smartphone stammen, die für die orginal Youtubevideo Vorschaubilder verwendet werden und die die Künstlerin mit verschiedenen malerischen Techniken überarbeitet hat.  Schomburg greift Slogans von Deutschen und amerikanischen Youtubern auf, die um die Clicks der Betrachter buhlen.

Besonders die beständigen Wechselspiele von selbstauferlegten Rollenbildern stehen hier im Fokus, wie funktioniert Selbstdarstellung wenn in den sozialen Medien das Privateste offengelegt wird, der Sinn und Unsinn von dieser privaten Selbstvermarktung wird in seiner Überladungs ins Absurde geführt.

Ann Schomburg, Shit chat, Get ready with me- Be careful who you swap with 170x95cm, Mischtechnik auf Leinwand, 2016
Ann Schomburg, Shit chat, Get ready with me- Be careful who you swap with
170x95cm, Mischtechnik auf Leinwand, 2016
19 Sascha Boldt, „Reality Check 3“ Hybride Malerei, 2014, 83x116cm 20 Sascha Boldt, „Reality Check 4“ Hybride Malerei, 2015, 139x194 cm 21 Sascha Boldt „Ce Real s“, Hybride Malerei, 2015, 47x37 cm
 Sascha Boldt, „Reality Check 3“ Hybride Malerei, 2014, 83x116cm ||Sascha Boldt, „Reality Check 4“ Hybride Malerei, 2015, 139x194 cm
 Ann Schomburg Storytime, WTF He did what?!, Mischtechnik auf Textil, 130x175cm, 2016 ||Ann Schomburg Storytime, I Was the sidechck,  Mischtechnik auf Textil,130x175cm,  2016 || Ann Schomburg Storytime, OMG, I catfished my EX,  Mischtechnik auf Textil, 130x175cm, 2016 || Ann Schomburg Storytime, I Promised what?!,  Mischtechnik auf Textil, 130x175cm, 2016

23.10.15

Dancing with the skunk


Inspired by my short tearm pet Dracula (and many other youtube skunks)



Dancing With The Skunk (2013)

 

Materialangabe:

Rasende Liebe verkennt häufig die Realität der von ihr begehrten Objekte. Sie projiziert die Notwendigkeiten des eigenen Begehrens auf einen fremden Körper. So ergeht es Sexualpartnern wie auch Haustieren. Die Bilderserie »Dancing with the skunk« basiert auf den Drohgebährden eines Stinktiers. Als Schomburg nach einem jahrelangen Besitz von Frettchen eine Allergie entwickelte, stieg sie auf ein Stinktier um, welches eine ähnliche Körperform besitzt. Leider wandte sich das neue Haustier der Künstlerin vor allem mit dem Hintern zu. Beide mussten sich wieder trennen. Während einer nostalgischen YouTube-Suche begegnete Schomburg eine Reihe von TierbesitzerInnen, die das stressbedingte Droh- und Abwehrverhalten ihrer Tiere vielmehr als amüsante und liebenswerte Eigenart verstehenverstanden. In einer Performancestudie kleidete sich Schomburg daraufhin mit einem Burleske-Kostüm und vollzog die Bewegungen ihres Stinktiers schrittweise nach.


 

Raging Burning love often misjudges the reality of the its objects it of desires. She It projects the necessityies of her its own desire onto a foreign body. This is what happens to sexual partners as well as to pets. The picture series "Dancing with the skunk" is based on the threatening buildings gestures of a skunks. After years of owning ferrets, When Schomburg developed an allergy after years of owning ferrets, she and therefore switched to a pet skunk with a similar body size and shape. Unfortunately, the new pet mainly turned its butt to the artist. mainly with her butt. Both had to separate again. During a nostalgic YouTube search, Schomburg met encountered a number of animal owners who understood the stress-related threat and defensive behaviour of their animals as an amusing and endearing peculiarity. In a performance study, Schomburg then dressed herself in a burlesque costume and gradually followed mimicked the movements of her skunk.



Dancing with the skunk is based on the choreographie a skunk performs before it sprays.

choreography studies




I lived with a petskunk for a couple of weeks. It turned out my skunk was not very happy with me within the constellation. There are many kin of Skunk personalities but my skunk wanted to be a wild one.

Therefore, I had to find a better situation for him.

I missed him so I watched other pet skunks on Youtube. People claimed their skunks played and acted cute. Actually the skunks were performing their threatening dance, feeling as unconfortable as mine did.

The misreading of body language (consciously or unconsciously) is a result of suppressing reality to comfort the own needs. A behavior very common in the dating jungle as well. Projecting the personal wish into a potential significant other is something I watched and experienced many times.


Ann Schomburg Dancing with the Skunk, Choreographiestudien, 2014 Idling Gallery, Markgrafenstraße 56, Berlin



Dancing With The Skunk, Installationview, other shots curated by Lena Reisner









Making off: The Instalation


Time to experiment on the right smell





wie viele stinkbomben...vereint oder in der Nähe....



Slowly very slow the installation is growing.....
mais l'eau de mixture
is not compleated, yet.


Atelieransicht

Atelieransicht




Don't misread body language....


One Channel version/
Stils










Personal Trainers for improvement,
by chance I found my personal agression trainer


personal agression trainer



if pet skunks could spray,
they would know that they're not playing












additional video shoots followed



video still shooting 01 

video still shooting 01


Dancing with the skunk, take off composition



for a moment I really thought my export program wanted to take more style control....
playerbattle: first round to quicktime....

First choreography test....next shootings will follow

Choreography-exercise test 01 || Dancing with the skunk from societyTrash on Vimeo.









Thanks for showing !! from a feverdream to contemporary illusions...
my mind likes to travel...

_____________________


  • photo exercise: self timer



  • video shooting 1 camera Sascha Storz

  • video shooting 2 camera Barbara Hirn , Special Effects Julia Charlotte Richter




installtion experiments over experiments....


19.2.12

From connections- theories- and and and


crawling to structure, structure ...


Understanding every single individual as the collaboration of direct and indirect experience under the influence of chemicals I am interested into the question of identity. An identity that includes the subject level of an individual as well as the Identity growing out of accumulation of subjects into a society.

19.1.12

Atelierupdate Warm up Alltagschoreographien






DE

Die permanente Überwachung im öffentlichen Raum hat den gleichen gesellschaftlich wahrgenommenen Normalitätsgrad wie das Händewaschen in einem als tendenziell eher privat definierten Raum, der Toilette, bzw. deren Vorraum. Allerdings ist das Bewusstsein über das „überwacht werden“ im Alltag verdrängt. Überwachungskameras, die im realen Einsatz sind, sind nur noch sichtbar, wenn sie in beispielsweise Geschäften abschreckende Wirkung haben sollen. Handelt es sich in einer Einrichtung um eine Videoüberwachung aus Sicherheitsgründen sind die Geräte mittlerweile so klein, dass sie ohne genaue Suche nicht erkenntlich sind. Selbst mit suchendem Auge zeigt sich eine Herausforderung.
Für die Interventionen werden 18 Waschbecken überwacht. Sichtbar vom Subjekt sind lediglich die Hände. Die Person hinter den Händen bleibt anonym. Vom dreh bleibt ein Objekt im Raum eine gut wahrnehmbare Kamera. Sichtbarkeit durch die sehr präsenten Kameras und die offene Überwachung kreist die Frage ob es sich um eine reale Kamera oder einen Fake handelt.
Im ersten Stock des Hauptgebäudes in der ehemaligen Telefonzelle befindet sich eine Überwachungszentrale, die auf 2 Monitoren die 18 überwachten Waschbecken zeigt.


Die Banalität der überwachten Handlung mit all ihrer Symbolik und die Unkenntlichkeit des
Subjektes sollen den Fokus vom voyeuristischen „Kollegen betrachten“ auf eine generalisieren, abstrakte Ebene bringen und Raum für entstehende Fragen lassen. Der beengte Raum mit seiner Glastür suggeriert eine Teilöffentlichkeit, die Abstinenz eines Wächters einen unbeobachteter Moment in der Kontrolle.

EN

In public space, the permanent surveillance has the same socially perceived normality like washing hands after the restroom visit. However, the consciousness, of potentially being watched, is suppressed. Surveillance cameras are only visible if they are supposed to have a special effect for example in shops. If there is a surveillance for “safety reasons” only, the cameras tend to be so small that they stay unrecognized. Even with a careful look its hard to find them.
For the interventions in the governmental bureau in Kassel I place 18 camera dummies over the sinks, observing the hands while they get washed. The dummies blink. People have to deal with this direct interaction in their daily routine.

Considering them as fake or real cameras in combination of the symbolism of the action in connection the the exhibition space are the comments or questions I want to leave to the officials working in the governmental bureau

The monitored sinks are presented in a surveillance office. Two monitors with 18 video images, cables, receiver and traces of an absent security guard can be seen. The room numbers of the restrooms are in each video image, so the viewer can find the camera in the specific room